Donnerstag, 8. September 2011
Carcassonne
Wir haben uns wieder zu Hause eingelebt, eine gewisse Grundordnung hergestellt und unser häusliches Leben soweit organisiert. Desweiteren hat Una ihre letzte Prüfung geschrieben, was ja der Grund für unsere Rückkehr war, diese bestanden und ist nun scheinfrei.Mit anderen Worten, wir können uns jetzt wieder Dingen wie z.B. Blog schreiben widmen.
Weiter ging es auf unserer Reise mit einer schönen Fahrt durch die Pyrenäen von Andorra nach Carcassonne in Südfrankreich.Carcassonne ist eine der am besten erhaltenen Festungsstädten Europas. Davon hatte Una mir auch erzählt. Ich dachte mir "Naja, mal wieder ne Burg halt". Aber allein die Größe und v.a. was innerhalb der Burg - "La cité" genannt - touristisch geboten wird, ist schon beeindruckend...

Gezeltet haben wir gleich in der Nähe der Burg. Und das es wieder mehr geregnet hat, als wir uns für unseren Urlaub vorgestellt hatten, erwähne ich ab jetzt nicht mehr.
Freitag, 15. Juli 2011
Wir sind wieder da!
Pünktlich zum Saisonauftakt und zum Fahrradfest sind wir wieder in der Heimat angekommen.
Durch das Fehlen von Internetzugängen bei unseren letzten 4 Stationen ist hier leider nix mehr passiert. Das werde ich Stück für Stück nachholen, sobald wir unseren Einzug geschafft haben.
Bis dahin...
Durch das Fehlen von Internetzugängen bei unseren letzten 4 Stationen ist hier leider nix mehr passiert. Das werde ich Stück für Stück nachholen, sobald wir unseren Einzug geschafft haben.
Bis dahin...
Freitag, 17. Juni 2011
Zelten im Schneeregen?
7° und Schneeregen - so sah es zumindest bei unserer Ankunft in Andorra aus. Ein beheizbarer Bungalow musste her, auch wenn hierfür ein astronomischer Preis aufgerufen wurde. Mit knapp 100€/Nacht war das unsere teuerste Unterkunft. Viele hatten uns erzählt, dass Andorra so günstig sei. Aber das bezieht sich leider nur auf die bei uns stark besteuerten Güter, also Alkohol, Benzin, Zigaretten... Der Rest ist leider recht teuer.
Geografisch liegt das kleine Andorra in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich. Die Landessprache ist Katalan. Hier sieht es in jeder Strasse aus, als wäre man im Skiurlaub in den Alpen. Überall Sportgeschäfte, Restaurants, Kneipchen, Hotels und natürlich Skilifte.
Das schlechte Wetter und die offenbar unzureichende Anpassung an die Höhe ließen die Wanderungen platzen und erlaubte uns nur eine Bustour (mit unserem Bus) und ein paar kleine Caches (einer auf 2008 Höhenmeter) am Wegesrand. Robert hatte Kopfschmerzen, Una war andauernd übel und Luca erbrach sich im Auto, was uns zu einem weiteren Haushaltstag mit Wäschewaschen zwang.
Allerdings stellte ich (Una) fest, dass mir die grüne Bergwelt besser gefällt, als das nackte Meer.
Mittwoch, 15. Juni 2011
Zurück am Strand die II.
La Manga del Mar Menor
Von Granada aus sind wir weiter nordöstlich nach La Manga in die Nähe von Cartagena gefahren. Diese riesige Campingmeile hatte uns ein Camping-Profi empfohlen. Mit ca. einem Kilometer Länge und einem halben Kilometer Breite gab es hier Platz für fast 2000 Stellplätze. Auch hier gab es viele Dauercamper mit krassen Wohnungen. Vom ausklappbaren Haus auf Rädern bis zum gemauerten Häuschen war hier alles vertreten.
Von Granada aus sind wir weiter nordöstlich nach La Manga in die Nähe von Cartagena gefahren. Diese riesige Campingmeile hatte uns ein Camping-Profi empfohlen. Mit ca. einem Kilometer Länge und einem halben Kilometer Breite gab es hier Platz für fast 2000 Stellplätze. Auch hier gab es viele Dauercamper mit krassen Wohnungen. Vom ausklappbaren Haus auf Rädern bis zum gemauerten Häuschen war hier alles vertreten.
Da es an der Stelle wirklich recht schön war und auch das Wetter ganz gut mitspielte, verbrachten wir hier eine ganze Woche.
Der Ort La Manga liegt auf einer schmalen Landzunge, die das Mar Menor fast vollständig vom Mittelmeer abtrennt. Das Wasser ist hier fast wellenlos, immer 5-6 Grad wärmer als das offene Meer und nur 50 cm tief. Luca hatte hier ein nettes Erlebnis mit einem recht großen Tintenfisch, der ans Ufer kam und Luca beim Muschelsuchen am Fuß berührte. Als Luca mich darauf aufmerksam machte, dachte ich erst es sei ein Stein. Unser Großer betrachtete den Tintenfisch, dessen Körper ohne Arme ungefähr so groß war wie eine handelsübliche Wassermelone ganz entspannt, während ich schon aufgesprungen war und Luca am Arm aus dem Meer zerrte.
Sagunto
Zum ersten Mal auf unserer Reise ist Una eine Etappe gefahren, was ich auch mal ganz nett fand :)
Auf dem Stellplatz neben uns wohnte das A-Team. Anne und Andrea hatten ihre Jobs als Krankenschwestern in einer Hautklinik gekündigt, um Spanien und Frankreich zu erkunden. Mit einem von außen schrottreifen Bus hatten sie sich auf den Weg gemacht. Wir lernten sie kennen, da sie einen platten Reifen hatten und mit ihrem spanisch nicht weiterkamen. Hochmotiviert versuchten wir auf spanisch zu helfen, was zumindest dazu beitrug, dass der Reifen gewechselt wurde und wir abends einen Sekt mit dem A-Team tranken. In der Nacht erlebten wir ein kleineres ca. 30 Sekunden andauerndes Erdbeben. Es fühlte sich an, als würde ein Sturm den Bus schütteln, ohne dass ein Lüftchen weht.
In Sagunto legten wir ohne irgendwas anzugucken zwei Haushaltstage ein, wuschen unsere Wäsche, putzten unser Zelt, bevor wir in die Pyrenäen nach Andorra fuhren.
Sonntag, 5. Juni 2011
La Alhambra
In Vorbereitung auf unseren nächsten Eintrag, hier schon mal das passende Hintergrundbild. Na Finn, wo waren wir?
Richtig :)
Um 19.00 Uhr kamen wir im Hotel an. Genug Zeit um noch in Ruhe zu duschen und zu essen, bevor um 22.00 Uhr die Besichtigung der Alhambra beginnen sollte. Um 21.47 saßen wir in unserem Bus und waren sicher nun doch zu spät zu kommen. Doch pünktlich um 22.00 Uhr standen wir vor dem vermeintlichen Eingang. Als wir unsere Tickets zeigte wurde wir allerdings noch 900 m weiter zu einem anderen Eingang geschickt. Wir rechneten sicherheitshalber durch wie lange wir uns noch einen Aufenthalt im Hotel leisten konnten, um uns nochmal zu einer Besichtigung der Festung anzumelden. Doch an dem beschriebenen Eingang war die Schlange noch so groß, dass es nicht auffiel, dass wir verspätet da waren und die Besichtigung begann.
Staunend standen wir in dem alten Gebäude. Seit dem 9. Jh. existiert die „rote Burg“ als Festung. Im 13./14.Jh. wurde sie von Nasridenemiren zur Palastanlage ausgebaut. Yusuf I. und Mohammed V ließen den berühmten Palacio Nazaríes errichten, den wir besichtigten. Nach der Eroberung durch die Christen ersetzte eine Kirche die Moschee. Karl I. ließ einen Teil abreissen, um ein Denkmal für sich nach seiner Ernennung zum römischen Kaiser zu setzen. Im 18. Jh diente die Burg Bettlern und Dieben als Unterschlupf, in Kriegszeiten wurde sie als Kaserne genutzt und wurde beinah gesprengt. Erst 1870 wurde sie zum Denkmal erklärt, was nicht zuletzt dem englischen Schriftsteller Washington Irving zu verdanken.
Am nächsten Morgen hatten wir Gelegenheit die Gärten – Generalife zu besichtigten, was uns spontan zu einem Wettbewerb um die schönsten Bilder ermutigte. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen.
Unas Bilder
Roberts Bilder
Außerdem waren wir noch mal im Palast von Karl I., der im Vergleich zu den Nasridenpalästen nur plump und klotzig wirkt. Dort haben wir uns 3 Ausstellungen angeschaut - M.C. Escher und 2 Ausstellungen mit Gegenständen aus der Alhambra.
In Granada gönnten wir uns insgesamt 3 Nächte in einem fast luxuriösen Hotel mit Frühstück und einem tollen Restaurant. An unserem letzten Tag besichtigten wir den Albacín. Ein hübscher Altstadtteil mit malerischen Gassen. In unserem Reiseführer wurde davor gewarnt, diesen Teil während der Siestazeit zu besuchen, da es dort häufiger zu brutalen Raubüberfällen gekommen sei. Das verunsicherte uns soweit, dass wir uns beim Entdecken dieses Stadtteils weniger Zeit ließen und ziemlich fix durchhuschten, nur zwei Caches einsammelten und den berühmten Blick auf die Alhambra fotografierten:
Richtig :)
Um 19.00 Uhr kamen wir im Hotel an. Genug Zeit um noch in Ruhe zu duschen und zu essen, bevor um 22.00 Uhr die Besichtigung der Alhambra beginnen sollte. Um 21.47 saßen wir in unserem Bus und waren sicher nun doch zu spät zu kommen. Doch pünktlich um 22.00 Uhr standen wir vor dem vermeintlichen Eingang. Als wir unsere Tickets zeigte wurde wir allerdings noch 900 m weiter zu einem anderen Eingang geschickt. Wir rechneten sicherheitshalber durch wie lange wir uns noch einen Aufenthalt im Hotel leisten konnten, um uns nochmal zu einer Besichtigung der Festung anzumelden. Doch an dem beschriebenen Eingang war die Schlange noch so groß, dass es nicht auffiel, dass wir verspätet da waren und die Besichtigung begann.
Staunend standen wir in dem alten Gebäude. Seit dem 9. Jh. existiert die „rote Burg“ als Festung. Im 13./14.Jh. wurde sie von Nasridenemiren zur Palastanlage ausgebaut. Yusuf I. und Mohammed V ließen den berühmten Palacio Nazaríes errichten, den wir besichtigten. Nach der Eroberung durch die Christen ersetzte eine Kirche die Moschee. Karl I. ließ einen Teil abreissen, um ein Denkmal für sich nach seiner Ernennung zum römischen Kaiser zu setzen. Im 18. Jh diente die Burg Bettlern und Dieben als Unterschlupf, in Kriegszeiten wurde sie als Kaserne genutzt und wurde beinah gesprengt. Erst 1870 wurde sie zum Denkmal erklärt, was nicht zuletzt dem englischen Schriftsteller Washington Irving zu verdanken.
Was wir dort im Dunkeln gesehen haben, könnt ihr hier anschauen:
Am nächsten Morgen hatten wir Gelegenheit die Gärten – Generalife zu besichtigten, was uns spontan zu einem Wettbewerb um die schönsten Bilder ermutigte. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen.
Roberts Bilder
Außerdem waren wir noch mal im Palast von Karl I., der im Vergleich zu den Nasridenpalästen nur plump und klotzig wirkt. Dort haben wir uns 3 Ausstellungen angeschaut - M.C. Escher und 2 Ausstellungen mit Gegenständen aus der Alhambra.
In Granada gönnten wir uns insgesamt 3 Nächte in einem fast luxuriösen Hotel mit Frühstück und einem tollen Restaurant. An unserem letzten Tag besichtigten wir den Albacín. Ein hübscher Altstadtteil mit malerischen Gassen. In unserem Reiseführer wurde davor gewarnt, diesen Teil während der Siestazeit zu besuchen, da es dort häufiger zu brutalen Raubüberfällen gekommen sei. Das verunsicherte uns soweit, dass wir uns beim Entdecken dieses Stadtteils weniger Zeit ließen und ziemlich fix durchhuschten, nur zwei Caches einsammelten und den berühmten Blick auf die Alhambra fotografierten:
Abends wollten wir günstig ausserhalb des Hotels essen gehen, was allerdings dadurch erschwert wurde, dass es um das Hotel herum nichts gab, so dass wir wieder in unserem Nobe-Hotel "Alhambra Real" bestellten. Wir entschieden uns für eine Paella mit schwarzem Reis und Meeresfrüchten. Das Essen war lecker, beim Blick auf die Rechnung sahen wir mit Schrecken, dass der Preis, der in der Karte stand für eine Person galt, obwohl die Paella für zwei ausgeschrieben war. Wir bezahlten insgesamt fast 70 € und waren froh unseren Bus und das Zelt für günstigere Übernachtungen dabei zu haben.
Donnerstag, 26. Mai 2011
Costa del Lluvia ähh Sol
Auf dem Weg zur nächsten Station, der Costa del Sol, passierten wir den südlichsten Punkt unserer Reise - Tarifa. Dieser Ort bildet die Grenze zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik.
Es war wahnsinnig stürmisch, aber wir kämpften uns trotz Sand, der auf der Haut schmerzte, bis an die südlichste Spitze vor. Denn dort galt es den südlichsten Cache von Europa zu finden.
Gleichzeitig sind wir an diesem Punkt mit 2275 km Luftlinie am weitestens entfernt von der gelben Wohnung - wie Luca unser zu Hause in DD nennt.
Die Windigkeit dieser Gegend macht Tarifa zu einem Mekka für Kite-Surfer. Viele Grüße an Marc, Ralph und Christin an dieser Stelle, wir haben bei dem Anblick an euch gedacht.
Unheimlich beeindruckend ist die Küste von Marokko, die an dieser Stelle nur wenige Kilometer entfernt zum Greifen nahe scheint.
Wir hatten auch überlegt mit der Fähre, in nur 35 min., überzusetzen. Davon sind wir dann abgekommen, da uns jeder, den wir getroffen haben, einschließlich Einheimischer und Marokkaner, aufgrund der aktuellen Lage abgeraten hat.
Unser nächster Zeltplatz war eine relativ große Anlage mit über 500 Stellplätzen in der Nähe von Marbella an der Costa del Sol. Und da wir auf Baden aus waren, natürlich fast direkt am Meer. Am Tag unserer Ankunft schien die Sonne und wir suchten uns ein schattiges Plätzchen. Zu der großen Anlage gehörte auch ein 5 Sterne-Hotel-reifer Pool den Luca ausgiebig nutzte.
Allerdings währte unsere Freude über das schöne Wetter nur diesen einen Tag, da es die kommenden Tage kälter wurde, der Himmel meistens bedeckt war und uns in der letzten Nacht sogar ein hier seltenes Naturereignis überraschte - Regen (Lluvia) im Mai. Normalerweise regnet es hier das letzte Mal im März und dann erst wieder im Herbst.
Da wir für den Abreisetag Tickets für die Alhambra gebucht hatten, mußten wir spätestens gegen Mittag nach Granada aufbrechen. Als wir morgens aufwachten, machten wir uns erstmal Gedanken, wie wir unser Zelt schnell und gut trocknen können.
Für Granada hatten wir ein Komplettpaket mit Hotelübernachtungen gebucht, das hieß unser Zelt würde jetzt ein paar Tage im Bus liegen. Da der Morgen noch Sonne versprach, waren wir recht entspannt bis ich Nico einen frischen Body anziehen wollte. Ich mußte in der Kiste nicht tief graben, um festzustellen, dass die meisten seiner Sachen naß waren. Erklärt habe ich mir das damit, dass Nicos Kiste einen Riss am Boden hatte. Es dauerte nicht lange, um festzustellen, dass auch die anderen Stiegen, im ganzen 4, schöne luft- und wasserdurchlässige Böden haben. Über Nacht, bei der sich das Wasser seinen natürlichen Weg als Bach (Rio Tintchen :) durch unser Zelt gesucht hatte, konnte unsere Kleidung das Wasser vom Zeltboden gut aufsaugen.
Nun war es mit unsere Ruhe vorbei. Draussen zogen schon wieder die ersten Wolken auf. Carola (Vorstellung folgt in Bälde) stand vorm Zelt und sagte, "Ich habe es ja gesagt". Ausserdem versuchte sie uns damit zu beruhigen, dass die Sachen, die sie netterweise für uns am Tag zuvor gewaschen hatte, in ihrem Zelt auf dem Sofa lagen. In diesem Moment dachte ich nur daran, dass ich sie bisher noch nie ohne Zigarette gesehen hatte, auch nicht in ihren 4 Wänden.
Es war wahnsinnig stürmisch, aber wir kämpften uns trotz Sand, der auf der Haut schmerzte, bis an die südlichste Spitze vor. Denn dort galt es den südlichsten Cache von Europa zu finden.
Gleichzeitig sind wir an diesem Punkt mit 2275 km Luftlinie am weitestens entfernt von der gelben Wohnung - wie Luca unser zu Hause in DD nennt.
Die Windigkeit dieser Gegend macht Tarifa zu einem Mekka für Kite-Surfer. Viele Grüße an Marc, Ralph und Christin an dieser Stelle, wir haben bei dem Anblick an euch gedacht.
Unheimlich beeindruckend ist die Küste von Marokko, die an dieser Stelle nur wenige Kilometer entfernt zum Greifen nahe scheint.
Wir hatten auch überlegt mit der Fähre, in nur 35 min., überzusetzen. Davon sind wir dann abgekommen, da uns jeder, den wir getroffen haben, einschließlich Einheimischer und Marokkaner, aufgrund der aktuellen Lage abgeraten hat.
Unser nächster Zeltplatz war eine relativ große Anlage mit über 500 Stellplätzen in der Nähe von Marbella an der Costa del Sol. Und da wir auf Baden aus waren, natürlich fast direkt am Meer. Am Tag unserer Ankunft schien die Sonne und wir suchten uns ein schattiges Plätzchen. Zu der großen Anlage gehörte auch ein 5 Sterne-Hotel-reifer Pool den Luca ausgiebig nutzte.
Allerdings währte unsere Freude über das schöne Wetter nur diesen einen Tag, da es die kommenden Tage kälter wurde, der Himmel meistens bedeckt war und uns in der letzten Nacht sogar ein hier seltenes Naturereignis überraschte - Regen (Lluvia) im Mai. Normalerweise regnet es hier das letzte Mal im März und dann erst wieder im Herbst.
Für Granada hatten wir ein Komplettpaket mit Hotelübernachtungen gebucht, das hieß unser Zelt würde jetzt ein paar Tage im Bus liegen. Da der Morgen noch Sonne versprach, waren wir recht entspannt bis ich Nico einen frischen Body anziehen wollte. Ich mußte in der Kiste nicht tief graben, um festzustellen, dass die meisten seiner Sachen naß waren. Erklärt habe ich mir das damit, dass Nicos Kiste einen Riss am Boden hatte. Es dauerte nicht lange, um festzustellen, dass auch die anderen Stiegen, im ganzen 4, schöne luft- und wasserdurchlässige Böden haben. Über Nacht, bei der sich das Wasser seinen natürlichen Weg als Bach (Rio Tintchen :) durch unser Zelt gesucht hatte, konnte unsere Kleidung das Wasser vom Zeltboden gut aufsaugen.
Für Alhambra- Unerfahrene muß ich dazu sagen, dass es nur möglich ist, diese Festung zu betreten, wenn diese punktgenau zu der gebuchten Uhrzeit ihre Pforten für Besucher öffnet. Kommt man zu spät, verfallen die Tickets, die schon Tage vorher ausverkauft sind. Das ist notwendig um den auf täglich 6600 Menschen beschränkten Besucherstrom einen Blick auf die Architektur und nicht nur auf andere Reisende zu ermöglichen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf trugen wir zwei gehäufte Kisten nasser Sachen in den nahe gelegene Waschsalon und baten dort die Frau unsere Sachen - für stolze 12 Euro - muy rapido zu trocknen. Das klappte auch bis 14.00 Uhr. Unser Zelt versuchten wir durch Aufhängen an diversen Schildern trocken zu bekommen, was allerdings durch häufige Nieselschauer boykottiert wurde.
Gegen 15.00 Uhr hatte wir es dann geschafft und wir starteten mit weitestgehend trockenem Zelt und Klamotten nach Granada.
An den weniger regenreichen Tagen unternahmen wir Ausflüge nach Ronda und Gibraltar.
Gegen 15.00 Uhr hatte wir es dann geschafft und wir starteten mit weitestgehend trockenem Zelt und Klamotten nach Granada.
An den weniger regenreichen Tagen unternahmen wir Ausflüge nach Ronda und Gibraltar.
Ronda war ein Geheimtip von anderen Campern, die den Zeltplatz Marbella Playa fluchtartig verliessen, da sie von den Dauercampern und der mit Hotels zugepflasterten Küste geschockt waren.
Dieser Ausflug hat sich sehr gelohnt. Nach einer 1-stündigen Fahrt durch das Gebirge, schaukelten wir unseren Bus durch enge Gassen, vorbei an kleinen Läden und leider auch vielen leerstehenden Wohnungen.
Dieser Ausflug hat sich sehr gelohnt. Nach einer 1-stündigen Fahrt durch das Gebirge, schaukelten wir unseren Bus durch enge Gassen, vorbei an kleinen Läden und leider auch vielen leerstehenden Wohnungen.
Das beeindruckendeste Bauwerk ist die spektakuläre Brücke, die eine Schlucht von 200 m Tiefe überspannt und die beiden Stadtteile verbindet.
Es war großartig darüber zulaufen und zu sehen, wie märchenhaft sie sich in diese Landschaft einfügt. So hatte ich mir immer die Brücke zwischen Mathisburg und Borkafeste aus Ronja- Räubertochter vorgestellt.
Der 2. Ausflug von Marbella aus führte uns nach Gibraltar. Obwohl uns viele geraten hatten, das Auto draußen stehen zu lassen und zu Fuß die Grenze zu überqueren, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, doch mit unserem Bus reinzufahren. Und das war auch ganz gut so. Denn da wir nicht in der Haupt-Touri-Saison da waren, haben wir nur eine halbe Std. an der Grenze zurück nach Spanien gestanden. Nach Gibraltar rein sind wir direkt durchgefahren.
Und wie wir das auch bei anderen Stadtbesichtigungen so handhaben, haben wir während der Parkplatzsuche gleich eine schöne Stadtbesichtigung gemacht. Als erstes sind wir dabei zur Südspitze zum Europe Point gefahren. Danach sind wir dann zu der eigentlichen Sehenswürdigkeit, dem 'Upper Rock' bzw. dem oberen Teil des Gibraltar-Felsens gefahren. Hier mussten wir 26€ Eintritt berappen, bevor wir uns eine Höhle, die einzigen freilebenden Affen in Europa und militärischen Anlagen anschauen konnten. Die Affen
waren natürlich der Hit. Spätestens als sie auf unserem Bus rumgeturnt sind, waren wir restlos begeistert:
Da Gibraltar auf eine spannende Geschichte zurückblicken kann, will ich hier ein wenig davon wiedergeben:
Ab dem 6. Jh. nach Christus herrschten die Westgoten auf der iberischen Halbinsel. Im Jahre 710 ereignete sich dann folgende Geschichte. Florina, die Tochter des damaligen gotischen Statthalters in Nordafrika, Graf Julian, wurde als Ehrendame am Hof von König Roderic durch ebendiesen entehrt. Graf Julian sann sogleich nach Vergeltung. Er konnte Emir Musa ibn Nosseys, dem damaligen Regenten der Mauren und Gesandten des mächtigen Kalifen von Damaskus davon überzeugen, in Europa einzufallen. Im April 711 landete dann ein 10.000 Mann starkes Invasionsheer unter der Führung von Tarik ibn Zeyad (der Namensgeber von Gibraltar, abgeleitet von Dschebel Tarik „Berg des Tarik) in Gibraltar. Da das gotische Reich zu diesem Zeitpunkt von Hungersnöten und Seuchen geschwächt war, konnten die Mauren bis weit in den Norden vordringen. Erst im fränkischen Reich konnte der Vormarsch gestoppt werden.
Nach einigem Hin und Her gelang es den Spaniern erst im Jahre 1462 die Mauren endgültig aus Gibraltar zu vertreiben.
In den Folgen des spanischen Erbfolgekrieges gelang es einer Englisch-Holländischen Flotte im Jahre 1704 Gibraltar einzunehmen. Trotz heftigen Widerstandes konnten sich die Britten in Gibraltar behaupten und so wurde Gibraltar zu einer brittischen Kronkolonie.
Statistik:
gefahrene km bis jetzt: 5800
Es war großartig darüber zulaufen und zu sehen, wie märchenhaft sie sich in diese Landschaft einfügt. So hatte ich mir immer die Brücke zwischen Mathisburg und Borkafeste aus Ronja- Räubertochter vorgestellt.
waren natürlich der Hit. Spätestens als sie auf unserem Bus rumgeturnt sind, waren wir restlos begeistert:
Nachdem ganzen Spaß mit den Affen, wurde ich dann langsam unruhig, denn wir hatten bis dahin noch keinen Cache gesucht und ich wollte unbedingt einen finden in Gibraltar. Umso härter traf mich dann die Erkenntnis, dass zwar nahezu alle Caches auf dem Upper Rock liegen, wir aber durch die Einbahnstraßen keinen mehr erreichen. Zum Glück konnte Una dann nach einigem Hin und Her den einzigen Cache außerhalb des Upper Rocks finden.
Als das geklärt war machten wir uns auf den Heimweg und hatten beim passieren des Stadtkerns promt das 2. Mal Glück. Vor mir tat sich ein Parkplatz für den Bus auf! Den haben wir uns auch direkt geschnappt, so dass wir den Gibraltar-Ausflug mit einem Abendbrot in einem zünftigem englischen Pub ausklingen lassen konnten.
Da Gibraltar auf eine spannende Geschichte zurückblicken kann, will ich hier ein wenig davon wiedergeben:
Ab dem 6. Jh. nach Christus herrschten die Westgoten auf der iberischen Halbinsel. Im Jahre 710 ereignete sich dann folgende Geschichte. Florina, die Tochter des damaligen gotischen Statthalters in Nordafrika, Graf Julian, wurde als Ehrendame am Hof von König Roderic durch ebendiesen entehrt. Graf Julian sann sogleich nach Vergeltung. Er konnte Emir Musa ibn Nosseys, dem damaligen Regenten der Mauren und Gesandten des mächtigen Kalifen von Damaskus davon überzeugen, in Europa einzufallen. Im April 711 landete dann ein 10.000 Mann starkes Invasionsheer unter der Führung von Tarik ibn Zeyad (der Namensgeber von Gibraltar, abgeleitet von Dschebel Tarik „Berg des Tarik) in Gibraltar. Da das gotische Reich zu diesem Zeitpunkt von Hungersnöten und Seuchen geschwächt war, konnten die Mauren bis weit in den Norden vordringen. Erst im fränkischen Reich konnte der Vormarsch gestoppt werden.
Nach einigem Hin und Her gelang es den Spaniern erst im Jahre 1462 die Mauren endgültig aus Gibraltar zu vertreiben.
Statistik:
gefahrene km bis jetzt: 5800
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