Auf dem Weg zur nächsten Station, der Costa del Sol, passierten wir den südlichsten Punkt unserer Reise - Tarifa. Dieser Ort bildet die Grenze zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik.
Es war wahnsinnig stürmisch, aber wir kämpften uns trotz Sand, der auf der Haut schmerzte, bis an die südlichste Spitze vor. Denn dort galt es den südlichsten Cache von Europa zu finden.
Gleichzeitig sind wir an diesem Punkt mit 2275 km Luftlinie am weitestens entfernt von der gelben Wohnung - wie Luca unser zu Hause in DD nennt.
Die Windigkeit dieser Gegend macht Tarifa zu einem Mekka für Kite-Surfer. Viele Grüße an Marc, Ralph und Christin an dieser Stelle, wir haben bei dem Anblick an euch gedacht.
Unheimlich beeindruckend ist die Küste von Marokko, die an dieser Stelle nur wenige Kilometer entfernt zum Greifen nahe scheint.
Wir hatten auch überlegt mit der Fähre, in nur 35 min., überzusetzen. Davon sind wir dann abgekommen, da uns jeder, den wir getroffen haben, einschließlich Einheimischer und Marokkaner, aufgrund der aktuellen Lage abgeraten hat.
Unser nächster Zeltplatz war eine relativ große Anlage mit über 500 Stellplätzen in der Nähe von Marbella an der Costa del Sol. Und da wir auf Baden aus waren, natürlich fast direkt am Meer. Am Tag unserer Ankunft schien die Sonne und wir suchten uns ein schattiges Plätzchen. Zu der großen Anlage gehörte auch ein 5 Sterne-Hotel-reifer Pool den Luca ausgiebig nutzte.
Allerdings währte unsere Freude über das schöne Wetter nur diesen einen Tag, da es die kommenden Tage kälter wurde, der Himmel meistens bedeckt war und uns in der letzten Nacht sogar ein hier seltenes Naturereignis überraschte - Regen (Lluvia) im Mai. Normalerweise regnet es hier das letzte Mal im März und dann erst wieder im Herbst.
Da wir für den Abreisetag Tickets für die Alhambra gebucht hatten, mußten wir spätestens gegen Mittag nach Granada aufbrechen. Als wir morgens aufwachten, machten wir uns erstmal Gedanken, wie wir unser Zelt schnell und gut trocknen können.
Für Granada hatten wir ein Komplettpaket mit Hotelübernachtungen gebucht, das hieß unser Zelt würde jetzt ein paar Tage im Bus liegen. Da der Morgen noch Sonne versprach, waren wir recht entspannt bis ich Nico einen frischen Body anziehen wollte. Ich mußte in der Kiste nicht tief graben, um festzustellen, dass die meisten seiner Sachen naß waren. Erklärt habe ich mir das damit, dass Nicos Kiste einen Riss am Boden hatte. Es dauerte nicht lange, um festzustellen, dass auch die anderen Stiegen, im ganzen 4, schöne luft- und wasserdurchlässige Böden haben. Über Nacht, bei der sich das Wasser seinen natürlichen Weg als Bach (Rio Tintchen :) durch unser Zelt gesucht hatte, konnte unsere Kleidung das Wasser vom Zeltboden gut aufsaugen.
Nun war es mit unsere Ruhe vorbei. Draussen zogen schon wieder die ersten Wolken auf. Carola (Vorstellung folgt in Bälde) stand vorm Zelt und sagte, "Ich habe es ja gesagt". Ausserdem versuchte sie uns damit zu beruhigen, dass die Sachen, die sie netterweise für uns am Tag zuvor gewaschen hatte, in ihrem Zelt auf dem Sofa lagen. In diesem Moment dachte ich nur daran, dass ich sie bisher noch nie ohne Zigarette gesehen hatte, auch nicht in ihren 4 Wänden.
Es war wahnsinnig stürmisch, aber wir kämpften uns trotz Sand, der auf der Haut schmerzte, bis an die südlichste Spitze vor. Denn dort galt es den südlichsten Cache von Europa zu finden.
Gleichzeitig sind wir an diesem Punkt mit 2275 km Luftlinie am weitestens entfernt von der gelben Wohnung - wie Luca unser zu Hause in DD nennt.
Die Windigkeit dieser Gegend macht Tarifa zu einem Mekka für Kite-Surfer. Viele Grüße an Marc, Ralph und Christin an dieser Stelle, wir haben bei dem Anblick an euch gedacht.
Unheimlich beeindruckend ist die Küste von Marokko, die an dieser Stelle nur wenige Kilometer entfernt zum Greifen nahe scheint.
Wir hatten auch überlegt mit der Fähre, in nur 35 min., überzusetzen. Davon sind wir dann abgekommen, da uns jeder, den wir getroffen haben, einschließlich Einheimischer und Marokkaner, aufgrund der aktuellen Lage abgeraten hat.
Unser nächster Zeltplatz war eine relativ große Anlage mit über 500 Stellplätzen in der Nähe von Marbella an der Costa del Sol. Und da wir auf Baden aus waren, natürlich fast direkt am Meer. Am Tag unserer Ankunft schien die Sonne und wir suchten uns ein schattiges Plätzchen. Zu der großen Anlage gehörte auch ein 5 Sterne-Hotel-reifer Pool den Luca ausgiebig nutzte.
Allerdings währte unsere Freude über das schöne Wetter nur diesen einen Tag, da es die kommenden Tage kälter wurde, der Himmel meistens bedeckt war und uns in der letzten Nacht sogar ein hier seltenes Naturereignis überraschte - Regen (Lluvia) im Mai. Normalerweise regnet es hier das letzte Mal im März und dann erst wieder im Herbst.
Für Granada hatten wir ein Komplettpaket mit Hotelübernachtungen gebucht, das hieß unser Zelt würde jetzt ein paar Tage im Bus liegen. Da der Morgen noch Sonne versprach, waren wir recht entspannt bis ich Nico einen frischen Body anziehen wollte. Ich mußte in der Kiste nicht tief graben, um festzustellen, dass die meisten seiner Sachen naß waren. Erklärt habe ich mir das damit, dass Nicos Kiste einen Riss am Boden hatte. Es dauerte nicht lange, um festzustellen, dass auch die anderen Stiegen, im ganzen 4, schöne luft- und wasserdurchlässige Böden haben. Über Nacht, bei der sich das Wasser seinen natürlichen Weg als Bach (Rio Tintchen :) durch unser Zelt gesucht hatte, konnte unsere Kleidung das Wasser vom Zeltboden gut aufsaugen.
Für Alhambra- Unerfahrene muß ich dazu sagen, dass es nur möglich ist, diese Festung zu betreten, wenn diese punktgenau zu der gebuchten Uhrzeit ihre Pforten für Besucher öffnet. Kommt man zu spät, verfallen die Tickets, die schon Tage vorher ausverkauft sind. Das ist notwendig um den auf täglich 6600 Menschen beschränkten Besucherstrom einen Blick auf die Architektur und nicht nur auf andere Reisende zu ermöglichen. Mit diesem Wissen im Hinterkopf trugen wir zwei gehäufte Kisten nasser Sachen in den nahe gelegene Waschsalon und baten dort die Frau unsere Sachen - für stolze 12 Euro - muy rapido zu trocknen. Das klappte auch bis 14.00 Uhr. Unser Zelt versuchten wir durch Aufhängen an diversen Schildern trocken zu bekommen, was allerdings durch häufige Nieselschauer boykottiert wurde.
Gegen 15.00 Uhr hatte wir es dann geschafft und wir starteten mit weitestgehend trockenem Zelt und Klamotten nach Granada.
An den weniger regenreichen Tagen unternahmen wir Ausflüge nach Ronda und Gibraltar.
Gegen 15.00 Uhr hatte wir es dann geschafft und wir starteten mit weitestgehend trockenem Zelt und Klamotten nach Granada.
An den weniger regenreichen Tagen unternahmen wir Ausflüge nach Ronda und Gibraltar.
Ronda war ein Geheimtip von anderen Campern, die den Zeltplatz Marbella Playa fluchtartig verliessen, da sie von den Dauercampern und der mit Hotels zugepflasterten Küste geschockt waren.
Dieser Ausflug hat sich sehr gelohnt. Nach einer 1-stündigen Fahrt durch das Gebirge, schaukelten wir unseren Bus durch enge Gassen, vorbei an kleinen Läden und leider auch vielen leerstehenden Wohnungen.
Dieser Ausflug hat sich sehr gelohnt. Nach einer 1-stündigen Fahrt durch das Gebirge, schaukelten wir unseren Bus durch enge Gassen, vorbei an kleinen Läden und leider auch vielen leerstehenden Wohnungen.
Das beeindruckendeste Bauwerk ist die spektakuläre Brücke, die eine Schlucht von 200 m Tiefe überspannt und die beiden Stadtteile verbindet.
Es war großartig darüber zulaufen und zu sehen, wie märchenhaft sie sich in diese Landschaft einfügt. So hatte ich mir immer die Brücke zwischen Mathisburg und Borkafeste aus Ronja- Räubertochter vorgestellt.
Der 2. Ausflug von Marbella aus führte uns nach Gibraltar. Obwohl uns viele geraten hatten, das Auto draußen stehen zu lassen und zu Fuß die Grenze zu überqueren, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, doch mit unserem Bus reinzufahren. Und das war auch ganz gut so. Denn da wir nicht in der Haupt-Touri-Saison da waren, haben wir nur eine halbe Std. an der Grenze zurück nach Spanien gestanden. Nach Gibraltar rein sind wir direkt durchgefahren.
Und wie wir das auch bei anderen Stadtbesichtigungen so handhaben, haben wir während der Parkplatzsuche gleich eine schöne Stadtbesichtigung gemacht. Als erstes sind wir dabei zur Südspitze zum Europe Point gefahren. Danach sind wir dann zu der eigentlichen Sehenswürdigkeit, dem 'Upper Rock' bzw. dem oberen Teil des Gibraltar-Felsens gefahren. Hier mussten wir 26€ Eintritt berappen, bevor wir uns eine Höhle, die einzigen freilebenden Affen in Europa und militärischen Anlagen anschauen konnten. Die Affen
waren natürlich der Hit. Spätestens als sie auf unserem Bus rumgeturnt sind, waren wir restlos begeistert:
Da Gibraltar auf eine spannende Geschichte zurückblicken kann, will ich hier ein wenig davon wiedergeben:
Ab dem 6. Jh. nach Christus herrschten die Westgoten auf der iberischen Halbinsel. Im Jahre 710 ereignete sich dann folgende Geschichte. Florina, die Tochter des damaligen gotischen Statthalters in Nordafrika, Graf Julian, wurde als Ehrendame am Hof von König Roderic durch ebendiesen entehrt. Graf Julian sann sogleich nach Vergeltung. Er konnte Emir Musa ibn Nosseys, dem damaligen Regenten der Mauren und Gesandten des mächtigen Kalifen von Damaskus davon überzeugen, in Europa einzufallen. Im April 711 landete dann ein 10.000 Mann starkes Invasionsheer unter der Führung von Tarik ibn Zeyad (der Namensgeber von Gibraltar, abgeleitet von Dschebel Tarik „Berg des Tarik) in Gibraltar. Da das gotische Reich zu diesem Zeitpunkt von Hungersnöten und Seuchen geschwächt war, konnten die Mauren bis weit in den Norden vordringen. Erst im fränkischen Reich konnte der Vormarsch gestoppt werden.
Nach einigem Hin und Her gelang es den Spaniern erst im Jahre 1462 die Mauren endgültig aus Gibraltar zu vertreiben.
In den Folgen des spanischen Erbfolgekrieges gelang es einer Englisch-Holländischen Flotte im Jahre 1704 Gibraltar einzunehmen. Trotz heftigen Widerstandes konnten sich die Britten in Gibraltar behaupten und so wurde Gibraltar zu einer brittischen Kronkolonie.
Statistik:
gefahrene km bis jetzt: 5800
Es war großartig darüber zulaufen und zu sehen, wie märchenhaft sie sich in diese Landschaft einfügt. So hatte ich mir immer die Brücke zwischen Mathisburg und Borkafeste aus Ronja- Räubertochter vorgestellt.
waren natürlich der Hit. Spätestens als sie auf unserem Bus rumgeturnt sind, waren wir restlos begeistert:
Nachdem ganzen Spaß mit den Affen, wurde ich dann langsam unruhig, denn wir hatten bis dahin noch keinen Cache gesucht und ich wollte unbedingt einen finden in Gibraltar. Umso härter traf mich dann die Erkenntnis, dass zwar nahezu alle Caches auf dem Upper Rock liegen, wir aber durch die Einbahnstraßen keinen mehr erreichen. Zum Glück konnte Una dann nach einigem Hin und Her den einzigen Cache außerhalb des Upper Rocks finden.
Als das geklärt war machten wir uns auf den Heimweg und hatten beim passieren des Stadtkerns promt das 2. Mal Glück. Vor mir tat sich ein Parkplatz für den Bus auf! Den haben wir uns auch direkt geschnappt, so dass wir den Gibraltar-Ausflug mit einem Abendbrot in einem zünftigem englischen Pub ausklingen lassen konnten.
Da Gibraltar auf eine spannende Geschichte zurückblicken kann, will ich hier ein wenig davon wiedergeben:
Ab dem 6. Jh. nach Christus herrschten die Westgoten auf der iberischen Halbinsel. Im Jahre 710 ereignete sich dann folgende Geschichte. Florina, die Tochter des damaligen gotischen Statthalters in Nordafrika, Graf Julian, wurde als Ehrendame am Hof von König Roderic durch ebendiesen entehrt. Graf Julian sann sogleich nach Vergeltung. Er konnte Emir Musa ibn Nosseys, dem damaligen Regenten der Mauren und Gesandten des mächtigen Kalifen von Damaskus davon überzeugen, in Europa einzufallen. Im April 711 landete dann ein 10.000 Mann starkes Invasionsheer unter der Führung von Tarik ibn Zeyad (der Namensgeber von Gibraltar, abgeleitet von Dschebel Tarik „Berg des Tarik) in Gibraltar. Da das gotische Reich zu diesem Zeitpunkt von Hungersnöten und Seuchen geschwächt war, konnten die Mauren bis weit in den Norden vordringen. Erst im fränkischen Reich konnte der Vormarsch gestoppt werden.
Nach einigem Hin und Her gelang es den Spaniern erst im Jahre 1462 die Mauren endgültig aus Gibraltar zu vertreiben.
Statistik:
gefahrene km bis jetzt: 5800
...schon einen gepflegten Storch von der Klippe gezaubert?
AntwortenLöschenNee, war noch keine Möglichkeit. Nur vom Beckenrand am Pool. Da war Luca schwer begeistert :)
AntwortenLöschenLiebe Familie, liebe Freunde und andere virtuell Mitreisende,
AntwortenLöschenaufgrund der hohen Erlebnisdichte und der mangelnden Internetzugänge an unseren letzten Standorten, sind wir mit unserer Berichterstattung etwas im Verzug. Das soll sich jetzt ändern. Im Moment sind wir gerade auf einem schönen, internetverbundenen Campingplatz in einer wenig interessanten Umgebung, ausser Meer und riesigen Bettenburgen gibt es hier nicht viel. Die perfekte Umgebung um den ganzen Tag am Strand zu liegen, mit den Kindern zu spielen und Erlebtes zu bearbeiten. Viele Grüße von Una, die schreibt und Nico der gerade schläft. Robert und Luca sind gerade am Pool. Typisch Ausländer, bei 40°C im Schatten, meist gegen 12.00 Uhr starten wir unsere Ausflüge, während sich die Spanier in ihre Häuser verziehen.
Ihr Lieben, falls es Euer Routenplan hergibt...Ihr müsst unbedingt ans "Cabo de Gato". Das ist glaube der Südöstlichste Zipfel Spaniens. Also an der Südküste entlang Richtung Osten an Almeria vorbei und noch ein Stück weiter. Da ist es wunderschön, keine Touristen und auch tolle Übernachtungsmöglichkeiten ohne Zeltplatz. Einfach wild hinterm Strand.
AntwortenLöschenWir grüßen Euch, denken viel an Euch und danken Euch für die fleißige Post und hoffen, dass Ihr nicht aus Versehen hängen bleibt und zu Spaniern werdet ;-)
PS: macht Euch keinen Kopf wegen der wenigen Internetzugänge. Seid doch froh und genießt es. Das wichtigste (DYNAMO) habt Ihr ja eh mitbekommen.
PPS: schaut Ihr ab und zu in Eure richtigen Mails? Dann könnte ich ja auch mal in Ruhe und ganz privat schreiben was hier sonst so los ist.
Hallo Tine,
AntwortenLöschendanke für Deine Nachricht! Gern kannst Du uns auch auf dem privaten Mailsektor erreichen, wir sind schon ganz gespannt, was in DD los ist!
an Almería sind wir leider schon vorbei, wir sind gerade in La Manga (Cartagena) und fahren irgendwann weiter nach Valencia. Die Gegend um Almería hatte uns auch ein Dauercamper vom Marbella-Platz sehr empfohlen, aber es paßte nicht ganz zu unserem Abstecher nach Granada.
VG an alle, URLN
Hallo Hallo :-)
AntwortenLöschenHach schön wieder so viel von euch zu lesen. Und ihr seht alle sooooo toll aus. Glücklich, erholt und richtig urlaubsmäßig. Und genau, nicht so schlimm, wenn ihr mal keinen guten Zugang ins WWW habt, wir wissen, dass ihr uns nicht vergesst. Genauso, wie wir euch nicht vergessen. Dann freuen wir uns umso mehr, wenn neue Infos aus der Ferne kommen. Vom 4.6. - 10.6. sind wir am Gardasee :-D. Nur mal so... vielleicht sieht man sich ja?
Wie senden euch liebste liebste Grüße und freuen uns auch schon auf ein Wiedersehen (mir geht es übrigens gut. Woche 30 ist erreicht und der Kleine wächst und ist ganz aktiv)
Kristina, Thomas und Klara