Sonntag, 24. April 2011

Mondän am Atlantik oder Zelten im Regen

Schön, dass uns Remo darauf hingewiesen hat, dass in Dtl. sehr gutes Wetter ist. Bei uns ist es im Moment leider nicht ganz so toll. Und das ist recht schade, denn wir sind gerade in

Biarritz – einem mondänen Surferort an der Atlantikküste in Südfrankreich. Bis ins 19. Jh. war das Fischerdorf eher unbedeutend. Die Ehefrau von Napoleon dem III. ,Kaiserin Eugénie entdeckte im 19.Jh. diesen Ort als Erholungsparadies. Ab diesem Zeitpunkt kurierte sich Kaiser und Könige Europas in diesem kleinen Dorf von ihren Leiden. Das von Napoleon gebaute Residenzschloß wird noch heute als Hotel genutzt. Seit dem Film "The Sun Also Rises" von 1957 ist der Strand von Biarritz ein Paradies für Surfer aller Nationen.
Hier zelten wir das erste Mal auf unserer Reise uns unpassender Weise ist das Wetter, wie gesagt, zum ersten Mal nicht ganz so gut. Es sind z.Z. 16°C, dazu recht windig und manchmal auch naß.


[Tip für die Wanderfreaks] Auf dem Zeltplatz haben wir mit einigen Leuten geredet, die die Pyrenäen vom Atlantik bis zum Mittelmeer durchwandern. Das muss ein großartiges Erlebnis sein!

Im Bus schlafen wir inzwischen zu viert! auf den ausgeklappten Sitzen. Wir liegen quer.
Da wir nicht so groß sind, paßt das gut. Dadurch ist es nachts sehr gemütlich und warm. Und die beiden Racker genießen das auch sehr. Meistens legen wir gegen halb zehn die Jungs ins Bett und gegen halb elf legen wir uns dazu. Leider ist Nico im Moment etwas krank. Zum einen hat er inzwischen die Windpocken, wobei man ausser der charakteristischen Punkte nichts merkt. ausserdem scheint er etwas mit dem rechten Ohr zu haben, wobei wir nicht genau wissen was. Vielleicht ist es ein Ekzem im Gehörgang, oder doch eine mittelohrentzündung, er fummelt sich jedenfalls häufig daran herum und es näßt auch etwas.. Fieber hatte er keines und ist ansonsten auch recht vergnügt. Obwohl sich unsere Französischkenntnisse stark verbessert haben, einige von euch werden das daran merken, dass jetzt auch Post aus Frankreich kommt, werden wir mit einem Besuch beim Kinderarzt noch warten bis wir in Spanien bei einer Freundin sind. 
Ein besonderes Highlight war heute Morgen der Besuch des Osterhasen unter unserem Ostergebüsch. Wir haben uns alle sehr über die Geschenke gefreut, vielen Dank an die Häschen!




Gestern haben wir uns den Kern von Biarritz angekuckt.
Es ist ein hübscher Ort mit vielen alten Villen und großen, blühenden Gärten. Es gibt unzählige Restaurants und viele Möglichkeiten zum Shoppen. Ausserdem sind die meisten Menschen sehr schick oder extravagant gekleidet, so dass wir als Neustädter im Campinglook etwas herausstachen.

 

Am Mittwoch zuvor haben wir uns Bordeaux angeschaut. Obwohl wir nur einen Tag dafür Zeit hatten, haben wir Bordeaux als eine tolle und lebhafte Stadt erlebt. Im alten Stadtkern von Bordeaux (Vieux Bordeaux) stehen über 5000 Gebäude aus dem 17. und 18. Jh. Hier ein paar Impressionen:








[Für die Fußballfreaks] Girondon steht für das Department rund um Bordeaux (á la Sachsen Leipzig oder Altmark Stendal)

Im Burgund hatten wir die letzten Tage recht gemütlich angehen lassen. Am letzten Tag
haben wir noch mit Leuten gesprochen, die uns Bibracte wärmstens empfohlen haben. Schade, dass wir das nicht mehr geschafft haben! Bibracte war einst die gallische Hauptstadt. Sie lag ca. 25 km von Autun (wo wir ja waren) entfernt auf einem Berg. Nachdem Cesar den gallischen Widerstand endgültig gebrochen hatte, wurde Autun nach römischen Vorbild an einer Handelsstraße in einer Senke gegründet. Bibracte starb langsam aus und fristet seit nun mehr 2000 Jahren ein Dornröschen-Dasein. Aktuell ist dort eine riesige Ausgrabungsstätte und auch für Kinder soll einiges geboten werden. Schade...

Frohe (Rest-)Ostern euch allen!

Statistik:
Burgund
Caches: 5 Tradies, 1 Multi
gefahrene km bis jetzt:1800

Bordeaux:
Caches: 2 Not founds
gefahrene km bis jetzt: 2400

Biarritz:
Caches: 2 Tradies, 3 Not founds
gefahrene km bis jetzt: 2800

Sonntag, 17. April 2011

Wie Gott in Frankreich!

Nach einer erstaunlich unkomplizierten 6-stündigen Fahrt sind wir vom Saarland im - wahrsten Sinne - Herzen Frankreichs, im Burgund, angekommen. Genauer in der Nähe von Avrée in einem alten Natursteinhaus (-> N 46° 48.952 E 003° 51.939). Da es hier ein ganzes Stück bis zum nächsten Nachbarn ist und unsere Vermieter erst am Wochende hier her gekommen sind, haben wir uns in der ersten Nacht echt gegruselt. So ruhig haben wir noch nie geschlafen. Bei jedem noch leisen Aussengeräusch saßen wir im Bett :)

Mit diesem kleinen Anwesen hat sich ein deutsch-englisches Paar einen Traum erfüllt, indem sie es gekauft und sehr schön saniert haben. Wir wohnen in dem kleineren Teil der alten Scheune und haben einen tollen Blick in den Morvan. 
Der Morvan ist ein kleinerer Gebirgszug der rund 250 km vom höchsten Berg des Zentralmassives entfernt liegt. 
Diese Nähe erleichterte dem Morvan die Anerkennung als Gebirgsmassiv und die damit verbundene besondere finazielle Unterstützung von der französischen Regierung. Die Gegend ist von je her dünn besiedelt und früher eher ärmlich gewesen. 
Leider sind nahezu alle alten Klöster und Burgen dieses geschichtsträchtigen Landstrichs zu weit von uns enfernt, so dass wir momentan eher die zunehmend wärmeren Tage auf unserer Terrasse genießen. Am ersten Tag sind wir ganz mutig mit einem Wörterbuch auf dem kleinen Markt in Lúzy einkaufen gewesen und haben auch alles bekommen, was wir wollten! Seitdem fühlen wir uns sprachtechnisch etwas sicherer :) 
Heute haben wir uns Autun, ca. 30 km von hier, angeschaut. Die Gründung der Stadt läßt sich bis ins Jahr 10 v.Chr. und auf den römischen Kaiser Augustus zurückführen. Sie hat ca. 15.000 Einwohner. Die bedeutende Kathedrale aus dem 12. Jh., St. Lazare, ist wirklich einen Ausflug wert. Rechts auf dem Bild sieht man den Turm der Ursulinen mit einer drei Meter hohen Statue der Jungfrau Maria. 
In der Geschichte noch weiter zurück geht es auf dem nächsten Bild. Der sog. Janus-Tempel ist gallischen Ursprungs und stammt aus dem 1. Jh. Die Gottheit, die hier verehrt wurde, ist bis heute völlig unbekannt.



Auf diesem Bild sieht man unseren mobilen Osterstrauch. Überall wo wir nächtigen, sucht Luca ein solches Bäumchen, um es mit den Ostereiern von Oma Ingeborg zu dekorieren. Ab und zu liegt auch etwas darunter, worüber er sich sehr freut.

Freitag, 15. April 2011

Saarland

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, in was für einer romantischen Gegend (einschließlich dem Ferienhaus) wir heute angekommen sind! Aber dazu später mehr. Jetzt geht es um unserer 2. Station, dem Saarland.
Sonntag früh haben wir die letzen Sachen eingepackt und weiter ging es in westliche Richtung. Luca hat kräftig mit geholfen. Wer findet ihn auf dem Bild (<--)?  
 









Als Zwischenstation in Richtung Saarland haben wir einen Stop bei Tante und Onkel in Mannheim eingelegt. Da wir uns erst 2 Tage vorher angemeldet hatten und die beiden gerade mitten in Umzugsvorbereitungen steckten, blieb nur Zeit für einen Kurzbesuch. Trotzdem gab es frisch gestochenen Spargel und Kuchen nach Omas Rezept. 
Danach sind wir weiter nach Hausbach bei Losheim am See gefahren. Um genau zu sein, hier her: 
N 49° 30.289 E 006° 41.232
Dort haben wir eine unglaublich perfekt ausgestattete FeWo für die nächsten 4 Tage bezogen. 
Ab hier könnte nun auch Finn weiter schreiben, der ja unsere Cachtouren verfolgt. Ich mache es aber trotzdem selbst :) 
Am ersten Tag sind wir zum Stausee in Losheim gewandert. Neben dem schönen Wetter hat uns besonders die erwachenden Natur erfreut (s. neues Hintergrundbild). Am Stausee angekommen, konnte Luca einer seiner Lieblingsbeschäftigungen frönen: Steine ins Wasser werfen. Die Steine wurden auf dem Hinweg gesammelt und mir kam die besondere Ehre zu teil, sie tragen zu dürfen :)



 










Danach waren alle platt:



Am nächsten Tag haben wir einen Ausflug in die älteste Stadt Deutschlands gemacht, nach Augusta Treverorum alias Trier. Die erste Amtshandlung in Trier bestand darin, einen Cache an der Porta Nigra zu heben. Nachdem wir am Vortag unseren 1. Cache im Saarland gefunden hatten, war das unser 1.  Cache in Rheinland-Pfalz. 
Anschließend haben wir eine Stadtrundfahrt mit so einem "Zug-Bus" gemacht. Der Lokführer meinte die Fahrt dauert gut 35 Minuten und wir stiegen ganz vorn ein. Das klingt erst mal nicht so spannend, bekommt aber gleich besondere Bedeutung. Nachdem wir um die erste Kurve gefahren sind eröffnete uns Luca: "Ich muss pullern!". Na super! Und wir, wie gesagt, ganz vorn, wo uns auch alle gut sehen können. Zum Glück hatten wir für Nico Windeln dabei und haben Luca boxenstopmäßig fix eine umgebunden.    
Am letzten Tag der Station Saarland haben wir nur einen kleinen Ausflug nach Schengen in Luxembourg gemacht. Ursprünglich wollten wir in die Stadt Luxembourg, aber Luca hat Windpocken bekommen und wir haben es deshalb ruhiger angehen lassen. In Schengen haben wir die geschichtsträchtige Stelle besichtigt, an der der berühmte Vertrag besiegelt wurde und natürlich haben wir auch unsere ersten Caches in Luxembourg gehoben.  
Links: Mittagspause im Bus
Rechts: Vor der Brücke auf dem Bild liegt normalerweise das Fahrgastschiff Princesse Marie-Astrid von Anker (Obermosel). Auf dem Schiff wurde am 14. Juni 1985 das Schengener Abkommen unterzeichnet.


Statistik Saarland: 
Caches: 2 Tradies und 1 Not found im Saarland, 1 Tradi in Rheinland-Pfalz, 2 Tradies und 2 Earthcaches in Luxembourg
Gefahrene km bis jetzt: ca. 1200

Dienstag, 12. April 2011

Fränkische Schweiz adé

hier muss er doch irgendwo sein...
(um die Bilder größer zu sehen, einfach drauf klicken)

Am Mittwoch haben wir mit unseren neuen Bekannten aus Dresden eine ausgedehnte Wanderung ins Püttlachtal unternommen. Los ging es mit dem Aufstieg von Pottenstein zu einer Wachhütte, an der wir erst einmal einen Cache gesucht haben. Mit Luca im Rucksack war ich nach dem Aufstieg direkt auf Betriebstemperatur :)
Die Wanderung war auch deswegen so schön, da sich die beiden Kinder so gut verstanden haben. Hier der Beweis  -->
Vlt. ist Euch aufgefallen, dass die Beiden gebannt auf die Stelle rechts neben mir schauen? Das liegt daran, dass mir beim Fotografieren eine Tüte Gummibärchen aus der Tasche gefallen ist *hehe* 

An dieser Stelle (<--) haben die Beiden bei der "Schneeeule" geklingelt, um sich bei ihr zum Essen einzuladen. Was für eine Fantasie! Und auch beim anschließenden Abendessen hatten die Beiden viel Spaß -->

Vorher haben wir noch in der eiskalten Püttlach eine Kneip-Anwendung an uns selbst durchgeführt. Während ich da im Storchenschritt flinken Fußes durchgewatet bin, waren die Kinder aus dem Wasser fast nicht mehr herauszubekommen. Haben die bei (eis-)kaltem Wasser denn gar kein Schmerzempfinden?



Die nächsten beiden Tage waren relativ unspektakulär. Außer, dass uns Frank am Do. Abend besucht hat und mit uns Abendbrot gegessen hat. Tagsüber waren wir in Pegnitz und haben noch ein paar Dinge für Reise eingekauft.

Bevor es dann am Samstag Nachmittag wieder ans Packen ging, haben wir vorher noch eine kleine Wanderung bei bestem Wetter im Püttlachtal gemacht. V.a. um unerledigte Caches zu besuchen ;)

und los geht's
Hintergrund: Pottenstein / Vordergrund: Luca mit seinen neuen Outdoor-Tretern

Cachepause
zu der Sommerrodelbahn ging es im Anschluss



Nico gefällt's
... und von innen




Das Hasenloch von außen...

Zusammenfassend hat es uns in der Fränkischen Schweiz super gefallen. Schöne Landschafft, freundliche Leute, viele Freizeit- und Erlebnismöglichkeiten, moderate Preise, tolle Unterkunft, Wetter hat mitgespielt... kurzum, das hat gepasst! 

Hier noch ein schönes Abschlussbild:


Statistik Fränkische Schweiz: 
Caches:10 Tradies, 1 Multi, 3 Earthcaches, 1 Not found
Gefahrene km bis jetzt: ca. 500